Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Reagenzgläser auf einem Tablett

Weiteres

Login für Redakteure

Forschung

Strukturbasiertes Design und virtuelles Screening

Ziel bei der Simulation von molekularen Systemen in der Wirkstoffentwicklung ist es ein tieferes Verständnis pharmakologischer Vorgänge auf molekularer Ebene zu schaffen, sowie mit Hilfe von virtuellen Experimenten die Wirkstoffentwicklung zu unterstützen. Von entscheidender Bedeutung ist hierbei das genaue Verständnis inter- und intramolekularer Wechselwirkungen von Wirkstoffkandidaten und Zielproteinen. Die Wechselwirkungen, die beispielsweise die Bindung eines Inhibitors an ein Enzym bewerkstelligen, lassen sich mit verschiedenen theoretischen Verfahren berechnen.
Neue niedermolekulare Liganden, die es für ein bestimmtes Rezeptorprotein zu finden gilt, können als Inhibitoren, Agonisten, Antagonisten oder Effektoren Einfluß auf die pharmakologische Funktion dieses Proteins nehmen. Startpunkt für den gezielten Entwurf eines neuen Liganden ist die Strukturaufklärung eines Schlüsselproteins entlang eines biochemischen Pfades, der für ein bestimmtes Krankheitsbild wichtig ist. Zum Auffinden neuer Leitstrukturen werden in den aktuellen Arbeiten zwei Strategien verfolgt: einerseits das Durchsuchen von Substanzbibliotheken (virtuelles Screening), andererseits das De-Novo-Design mit rechnergestützen Verfahren. Die Ergebnisse der virtuellen Wirkstoffgenerierung werden anschließend von kooperierenden Arbeitsgruppen molekular-biologisch und pharmakologisch charakterisiert. Die so erhaltenen Daten dienen dann als Ausgangspunkt für die weitere Optimierung der gefundenen Leitstrukturen. Dieser Prozeß wird dann iterativ in mehreren Zyklen von Synthese, Testung und Design wiederholt.

Strukturbasiertes Design und virtuelles Screening an Histon-modifizierenden Enzymen - Methyltransferasen, Demethyasen, Acetyltransferasen, Desacetylasen und Kinasen

Entwicklung von epigenetischen Hemmstoffen als neuartige anti-parasitäre Arzneistoffe

Virtuelles Screenig auf der Basis von Homologiemodellen

Entwicklung und Vergleich biochemischer Assays zur Bestimmung der Aktivität potentieller Myt1 Kinaseinhibitoren

Zum Seitenanfang